Break Isolation! Flüchtlingslager in Zella-Mehlis schließen!

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hungersnöten und Naturkatastrophen. Jährlich sterben Tausende von Ihnen an den Außengrenzen Europas. Diejenigen, die in Deutschland ankommen, sehen sich mit einem rassistischen und menschenverachtenden System konfrontiert. Sie sind gezwungen isoliert in abgelegenen Lagern zu leben, ausgegrenzt und in ständiger Angst vor der Abschiebung. Die hygienischen Zustände sind katastrophal. Schimmlige Wände in maroden Wohnungen stellen ein permanentes Gesundheitsrisiko dar. Nicht zuletzt die Residenzpflicht und das Gutscheinsystem machen den Menschen ein selbstbestimmtes Leben unmöglich. Das Flüchtlingslager in Zella-Mehlis ist ein Beispiel für all diese Ausgrenzungsmechanismen.

Aus diesem Grunde werden verschiedene Gruppen, Initiativen und Aktivist_innen gemeinsam nach Meiningen mobilisieren um gegen Ausgrenzung, Isolation und alltäglichen Rassismus zu protestieren.

Infoveranstaltungen und Proteste gegen das Flüchtlingslager in Zella-Mehlis:

Suhl: 28. Februar, Kirchgasse 10, 19 Uhr
Jena: 3. März, Carl-Zeiss-Straße 3 (Uni Jena), HS 7, 18 Uhr
Meiningen: 10. März, Alte Posthalterei, 18 Uhr

15. März: Kundgebung in Meiningen
22. März: Aktionstag in Zella-Mehlis
24. März: Demonstration in Meiningen

Unterstützer_innen:
The VOICE Refugee Forum, revolta – antikapitalistische linke, Antifaschistische Gruppen Südthüringen [AGST], Soziokulturelles Zentrum Gerberstraße 1, Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen, AK Politische Bildung beim Stura der Uni Jena, Referat für Menschenrechte beim StuRa der Uni Jena, Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

BASSALARM

Am 13. Februar wollen Neonazis anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens mit Trommeln und Fackeln durch die Stadt ziehen. Auch gibt es an diesem Tag zahlreiche Antrengungen den Mythos vom deutschen Opfer zu Zeiten des Nationalsozialismus aufrecht zu erhalten und zu verbreiten. Das ist nicht cool.

Die Bündnisse no pasarán, Dresden Nazifrei und Licht aus! rufen für den Tag zu dezentralen Aktionen gegen den Marsch auf, an denen wir uns mit einer eigenen Flugzeugstaffel beteiligen möchten. Mit fetzigen Kostümen und einem mobilen Soundsystem werden wir den BASSALARM auslösen. Kommt mit, tanzt mit uns, ob verkleidet oder in „zivil“ und lasst uns allen Geschichtsrevisionist_innen zeigen, wie hirnverbrannt wir ihr „Gedenken“ finden.

Anleitung zum eigenen Flugzeug-Kostüm:

Hedonistische Presseschau

Folgender Artikel ist zur Gründung der Hedonist International Jena (A.S.P.I.) auf Jenapolis erschienen:

Jenaer Sektion der Hedonistischen Internationale gegründet

Jena. Am 4. Februar 2011 gründete sich die Jenaer Sektion der Hedonistischen Internationale. Die Hedonistische Internationale ist ein strukurloses Netzwerk, das nach eigenen Angaben die Ideen des Hedonismus umsetzen möchte. Hedonismus soll dabei nicht als “Motor einer dumpfen, materialistischen Spaßgesellschaft, sondern als Chance zur Überwindung des Bestehenden” verstanden werden, wie auf einer ihrer Internetpräsenzen verlautbart wird.

Die jungen Jenaer Hedonisten Bastian Müller, Gregor Reinhold und Nina Emmerich (Namen geändert) gewährten Jenapolis Einblicke in ihre Vorstellung einer konkreten Arbeit vor Ort. Ihre vollständigen Namen möchten sie nicht bekanntgeben. Bastian Müller merkt dazu an, dass auch “Künstler sich andere Namen geben dürfen, und dies dann auch für künstlerischen Protest gelten müsste”. Die Aktivisten möchten durch die Gründung der Hedonistischen Internationale verschiedene Formen des Protestes und des Aktivismus umsetzen, die sich von den für sie bekannten Formen wie den “Latschdemos” unterscheiden. Für Nina Emmerich ist dies eine Möglichkeit, “bunte Aktionsformen ohne feste organisatorische Struktur kreativ und frei umsetzen zu können”. Bei den Aktionen geht es ihnen vor allem um die Unterstützung bereits bestehender Gruppierungen. Gregor Reinhold reizt besonders die Möglichkeit, sich auf keinen bestimmten Weg festzulegen und “kein ideologisches Klettergerüst” zu benötigen.

Die Idee zur Mitwirkung ist den Jenaern auf verschiedenen Demonstrationen, welche die Hedonistische Internationale unterstützte, gekommen. So wurden beispielsweise die Anti-Castor Proteste im Wendland oder die Demonstrationen gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm durch die Hedonistische Internationale mit Musik und Veranstaltungen unterstützt. Bei diesen Gelegenheiten lernten die Jenaer die Gruppierung kennen und beschlossen auch in Jena eine in bester hedonistischer Tradition ironisch als Sektion bezeichnete strukturlose Gruppe zu gründen. Bastian Müller reizte besonders die Vorstellung, Partys mit Politik verbinden zu können und so Freude und Politik zusammenzuführen.

Die Jenaer Gruppe bezeichnet sich selbst als “Agnostische Sektion Paradiesischer Inspekteur_innen”. Der Name drückt für Gregor Reinhold eine gewisse Ironie aus, welche zur Grundidee der Hedonisten passt. Paradiesisch möchten sie sein um einen lokalen Bezug zu Jena herzustellen und gleichzeitig die Ziele der Hedonistischen zu umschreiben. Als Inspekteure sehen sie sich, weil sie die Gesellschaft und den Lebensraum der Menschen inspizieren wollen, um ihre Zweifel am Bestehenden auszudrücken.

Als Gegenentwurf zum Konzept der politischen Partei möchten sie sich nicht verstanden fühlen. Für Gregor Reinhold schließen sich diese beiden Ideen in keiner Weise aus, die Politik wird nur mit Spaß und Freude ergänzt. Das Konzept der Hedonisten sei allerdings wesentlich freier als die Strukturen einer Partei. Für Bastian Müller ist ihr Ansatz nur eine Umsetzung mit anderen Möglichkeiten, welche auf eine radikale Art frei ist.

Die junge Gruppe plant bereit ihre ersten Aktivitäten. Als politische Themenfelder wurden bunte Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden, die Unterstützung der Anti-Atom Bewegung, der Besuch des Papstes im September 2011 in Erfurt und die lokale Eichplatz-Debatte genannt. Nina Emmerich merkte an, dass weitere Themen von jedem vorgeschlagen oder umgesetzt werden können. Ganz konkret wurde am Sonntag, den 6. Februar um 14 Uhr am Inselplatz ein erster Workshop veranstaltet, in dem Flugzeug-Kostüme für die Gegen-Demonstrationen in Dresden vorbereitet wurden. In den nächsten Wochen soll dann ein mobiles Lautsprechersystem gebaut werden, um auf Demonstrationen für die richtige Stimmung zu sorgen.

Im Anschluss an dieses Gespräch feierten die Hedonisten ausgelassen ihre Gründung in Jena. Jenapolis wird diese Gruppe auch weiter begleiten und von ihren Aktivitäten berichten.

Autor: Martin Michel (Namen im Beitrag von der Redaktion geändert)

Atomkraft wegbassen!

Für alle Freund_innen der A.S.P.I. ist folgende Demonstration zu empfehlen, an der wir unter dem Motto „Atomkraft wegbassen!“ mit unserem neuen Soundsystem teilnehmen werden!

Gründungsparty der Hedonist International Jena

Wir, die Agnostische Sektion Paradiesischer Inspekteur_innen (ASPI), gründen uns als Sektion der Hedonistischen Internationalen in Jena. Wir vermuten: In uns allen stecken radikale Lustbürger_innen, welche es zu hätscheln und zu gießen gilt, bis sie groß sind und schön. Wir fordern: das Licht und die Liebe.

Hedo to go:

Am 4. Februar treffen wir uns, um die Gründung der Hedonistischen Internationale Sektion Jena und den Aufbruch in eine neue tolle Welt ungebührlich zu feiern. Ein großes Ereignis, das sowohl im Augenblick als auch nach vielen Jahren überraschende Höhepunkte verspricht.
Aktionistisch orientiert veranstalten wir am Sonntag den 6. Februar gleich einen Bastelnachmittag. Was basteln wir? Flugzeuge. Und wofür? Für Dresden. Kommt vorbei und bringt Pappe mit! Am 12. Februar erprobt die Untersektion Atomkraft Wegbassen! unser mobiles Soundsystem beim bundesweiten Aktionstag anlässlich des nächsten Castortransportes auf der Demo in Erfurt. Am 13. Februar fackeln wir dann nicht lang, sondern fliegen direkt nach Dresden, um den Bass-Alarm auszulösen.

Könnten wir schwimmen, wären wir Wale!

Für Schnuppermitgliedschaftsantragsformulare und weitere Infos schreibt an jena [at] hedonist-international.org .

soliparty [techno/minimal] mit:

kai maan [alphahouse_berlin]
herr mine! [hangar_revolte tanzen_berlin]
esta [hangar_neukölln_berlin]
nilz [hangar_berlin]

INSEL[platz] / 4.2. / 22 PM